h o l g e r - b a r g h o r n
k ü n s t l e r…b i l d e r +

 

 

 

Barghorn-Kunst / zur Beschreibung einige Texte, Bilder und Presseartikel

 

Herzlichen Dank an Martin Ganzkow, Dr. Norbert Hilbig und alle beteiligten Presseleute!

 

  

 

 

MARTIN GANZKOW ZUR AUSSTELLUNG



> Glashaus Derneburg 2005 / Vernissage Einführungsrede (Auszüge)



 

Als Kind hat wohl fast jeder auf dem grünen Gras gelegen, in den blauen Himmel ge-

schaut 
und die weißen Wolken entdeckt. Und darin alles Mögliche gesehen: Wölfe, Engel,

Blumen 
oder Schiffe – Formen, die sich immer wieder neu bildeten, nie gleich blieben

und die Phantasie 
mächtig auf Trab gebracht haben.
 Holger Barghorn muss als Kind

sehr viel in weiße Wolken geschaut haben. Seine Bilder 
sind von der gleichen

Unbeschwertheit und Tiefe, wie es die Wolken sind. Sie kommen leicht 
und sanft daher

und haben dennoch urwüchsige Kraft und Lebendigkeit. Sie sind verspielt, 
aber nicht naiv,

sie sind fließend, aber nicht formlos. Oft sind sie in "Mischtechnik" entstanden: 
Ein Gemisch

aus Acrylfarbe, Stiften, Kaffee, Stoffen und Kopien, ein Gemisch aus Flächen, 
Strichen

und feinsten Strukturen und vor allem ein Gemisch aus Farben und Formen, die sich 
zu

vielfältigen Gestalten und Geschichten verdichten. 
In den Bildern von Holger Barghorn ist

nichts fest, alles fließt. Den Streit zwischen Parmenides, 
dem Philosophen des Seins und

Heraklit, dem Philosophen des Werdens, entscheidet 
Holger Barghorn zugunsten Heraklits:

Die Welt ist ein einziger Kreislauf von Verwandlungen. 
Holger Barghorn ordnet das Chaos.

Das ist eine grundsätzliche Aufgabe von Künstlern. 
Aus einer Vielzahl von Bildebenen

entsteht eine künstlerische Ordnung, die sehr viel Freiheit lässt: 
Freiheit zu sehen, zu deuten

und vor allem Freiheit zu träumen. ...




 

 

„Verdammtes Boot“ (verkauft) > Bildbeschreibung:
... Wo, verdammt noch mal, so fragt sich

der Betrachter auf den ersten Blick, ist da überhaupt ein Boot?
 Auf einer großformatigen

Fläche blühen und gedeihen Farben wie wild durcheinander, hier herrscht ein 
buntes Treiben,

mehr Chaos als Ordnung, aber immer organisch wachsend und ineinander verschlungen.


Dann tauchen im Hintergrund große geometrische Flächen auf: die Segel mit einem kleinen,

aufgeklebten
 Geschirrtuch als Fahne. Die Form des Bootes, so wird jetzt deutlich, wurde

durch die Wucherung 
bunter Pflanzen zerstört – oder ist es mehr ein unbekanntes Meerungeheuer?

Und was heißt zerstört? 
Das Boot wurde verwandelt, es ist kein bekanntes, immer schon

gesehenes stolzes Segelschiff, 
sondern offenbart eine Natur, die ihm niemand zugetraut hätte:

eine beängstigend schöne, hell strahlende 
Verwandlung hat hier stattgefunden.

Verdammtes Boot? Verdammt wozu? Verdammt zur Schönheit? ...




 

„Der Baum mit den begehrten Früchten“ (Unikat, zu verkaufen) > Bildbeschreibung:
... Das Bild

„Der Baum mit den begehrten Früchten“ zeigt eine Prozession von aufrechten Gestalten in bunten


Mänteln vor einem kleinen Baum mit lila Früchten. Doch was sich hier in den weiß übermalten

Zwischenräumen abspielt, spottet jeder Beschreibung: die Luft ist erfüllt von wilden Vögeln und

geheimnisvollen Gegenständen.
 Jeder Zwischenraum lebt, und man hört fast die Geräusche wie

bei einem Tumult auf einem afrikanischen 
Marktplatz. Das ist Leben pur, Leben im Überfluss, eine

Vielfalt und ein Reichtum, die kaum auszuhalten sind. ...





 

 

 

 

 

MARTIN GANZKOW ZUR AUSSTELLUNG



> Amtsgericht von Hannover 2006-2007 / Vernissage Einführungsrede (Auszug)

...

 

Neben aller Vielfalt, die uns der Künstler offenbart, ist eine Botschaft überdeutlich: Die Welt,


so erzählen die Bilder von Holger Barghorn, ist nicht eindimensional. Sie ist voll von 
unter-

schiedlichsten Einflüssen, denen die Menschen ausgesetzt sind. Wir alle sind randvoll 
mit

alten Geschichten, Erinnerungen, Gedanken, Visionen, Ängsten und Hoffnungen. Wir 
sind

nicht nur rationale Wesen, sondern stecken voller Gefühle und die sind oft sehr 
widersprüchlich.

Der Künstler Holger Barghorn schaut in diese Zauberwelten. Damit hat 
er sie nicht unter Kontrolle,

aber er macht sie sich bewusst und ist deshalb in der Lage, 
spielerisch mit ihnen umzugehen.


Ein weißer Geist quillt aus einem schönen Frauengesicht? Wie schön, die Form ähnelt einem


Fuchs und unten fallen bunte Vögel heraus! Interessant! Unglaublich, es gibt noch so viel


zu entdecken in einer unendlichen Welt!  Das ist die Haltung eines Künstlers, der den 
Archetyp

des Magiers in sich trägt.




 

„Albtraum der Gebirgsseekönigin oder: der Eindringling“ (verkauft)

> Bildbeschreibung: 
... Holger Barghorn hat sich von einer eindeutigen Sicht der Welt

verabschiedet. Er durchbricht
 die glatte Oberfläche der Bedeutungen und stellt sich

dem dahinter liegendem Chaos.
 Selbst wenn er ein Landschaftsbild malt, brechen

ganz neue Dimensionen aus dem Bild hervor.
 Der "Alptraum der Gebirgsseekönigin"

zeigt das klassische Motiv einer Berglandschaft
 mit 3 stilisierten Gipfeln, helle Berge,

darunter grüner Wald. In den Bergen, wen wundert es noch,
 schlummern friedlich gezeichnete

Gesichter und schwimmende Fische. So weit so gut.
 Doch über den spitzen Bergen taucht

in grellen, rot-gelben Farben ein Wirbelsturm an Formen 
und Farben auf, darin zwei Gesichter,

versteckt, übermächtig und übergroß: ein wahrer Alptraum,
 weil alle Dimensionen sprengend.


Das Bild hängt vor dem Sitzungssaal 2292 und wer Angst hat vor seiner anstehenden

Verhandlung, 
schaut hier in die Abgründe der Angst. Aber doch ist das Bild

verführerisch schön, überwältigend
 und zauberhaft. ...

 




(Martin Ganzkow / Holle)

 

 

 

 

 

HILDESHEIMER ALLGEMEINE ZEITUNG | 21.02.2007 

> Projekt "Traumbilder" mit Schülern des Landesbildungszentrums für Hörgeschädigte / Galerie auf Zeit / Hildesheim

 

 

  

 

 

HILDESHEIMER ALLGEMEINE ZEITUNG | 29.08.2007

> 1 Jahr Ausstellung über 3 Etagen / Galerie auf Zeit / Hildesheim

 

  

   

 

 

    

DR. NORBERT HILBIG ZUR AUSSTELLUNG

> Fagus-Galerie Alfeld 2008 / Vernissage Einführungsrede

 

Kennen Sie so etwas auch? Man ist todmüde, will einschlafen, und plötzlich ist da ein

Gedanke, der wie ein ungebetener Gast sich einschleicht und breit macht. Dann kommt

noch einer dazu, ein ganz anderer und noch einer und noch einer, und man ist glockenwach.

Diese Gedanken sind eigentlich gar keine Gedanken, es sind Gedankenfetzen, Erin-

nerungssplitter, Bildfragmente, die da im Kopf umherwandern, des Kopfes sich bemächti-

gen und nicht gehen wollen. Schlimmer noch, es kommen stets neue hinzu. Es ist, als hätte

sich ein Müllsack geöffnet, in dem eine unsichtbare Hand das Unterste zu oberst kehrt.

Man versucht jetzt mit autogenem Training dem Bilderansturm Herr zu werden, die un-

sichtbaren Geister, die keiner je gerufen hat, zu vertreiben. Man achtet auf die Atmung,

zählt Schäfchen, steht noch mal auf und raucht eine, legt sich wieder hin, doch statt zu

schlafen wird man von neuen Bildfetzen überflutet und wach gehalten. Irgendwann schläft

man dann doch ein, kurz bevor der Wecker klingelt, und gerädert, müde und unaus-

geschlafen steht man schließlich auf. Sie kennen so was auch, klar, jeder kennt so was.

 

Warum erzähle ich das zu Holger Barghorns Bildern? Weil sie so, oder zumindest so ähn-

lich sind. Nur, dass sich die Bilderflut nicht unerwünscht beim Einschlafen über einen er-

gießt, sondern im Wachzustand gewollt und gewünscht. Da sieht man in einem Kompositions-

universum eine Figur. Und noch bevor die Augen ihre Gestalt umreißen und festhalten, da

erscheint ein Kopf, dann Körper, Körperteile, Gesichter, neue Figuren, die hinter der an-

deren sich vorschieben und sogleich wieder verschwinden und einer neuen fremden Gestalt

Platz machen. Holger Barghorns Bilder sind geheimnisvolle Bilder-Geschichten, auf die

man sich hellwach einlassen muss. Und wenn man das tut, dann erschließen sich diese

Figurenwelten, in denen man umhergehen kann, wie in einer Zauberwelt. Holger

Barghorns Bilder erschließen sich nicht mit dem ersten Blick, so wie sich eine Landschaft

ja auch nicht erschließt, wenn man ein paar Schritte hinein setzt. Man muss sie vielfach und

langsam und lange durchwandern, immer wieder innehalten, stehen bleiben, mal sich auf

den Rücken legen und die Wolken ansehen, mit ihnen mitschwimmen, den Vögeln zuhören

und dem Rauschen von Bäumen im Wind, mal in die Ferne sehen und mal auf das, was

ganz nahe ist. Und dann wird das Sehen zum Erleben und die Dinge wachsen einem zu.

Dann konturiert sich Verschwommenes und wird verschwommen, was eben noch klar

gezeichnet schien. Holger Barghorns Bilder sind Wanderwege für die Augen. Und die Au-

gen, die werden zu Abenteurern, zu Forscher, zu Entdeckern.

 

Und soll ich Ihnen verraten, warum diese Bilder so sein können, wie sie sind? Weil sie

genau so entstehen, wie wir sie durchwandern. Holger Barghorn hat nicht den Plan „Ich

male jetzt eine ‚Spätsommerkönigin’!“ Sie entsteht in einem künstlerischen Prozess, der

keinen Plan von sich hat. Und dann wird aus einer Linie eine Figur, und die Figur ist auf

einmal die Silhouette eines Gesichts, und das Gesicht ist ein Baum und der Baum ist ein

Gewand, und das Gewand ist eine Wolke und die Wolke ein Gesicht … – nicht wirklich,

aber wir assoziieren unsere eigenen Bilder und Vorstellungen durch so ein Bild von Holger

Barghorn und entdecken jedes immer wieder neu und anders. Und genau so ist es ent-

standen. Jeder Strich ist von dem vorherigen inspiriert und beeinflusst. Jeder Strich ist ein

Kind des Striches, der vor ihm war und wird Mutter des Striches, der nach ihm folgt. Es

wird als große Einsicht irgend eines weisen alten Mannes kolportiert, dass Ziele, oder dass

Wege beim Gehen entstehen. Ich weiß nicht wohin ich gehe, aber während ich gehe, entste-

hen Wege und zeichnen Ziele sich ab. Und dann komme ich an, irgendwo, an keinem

vorgesehenen Ziel, weil der Weg, den ich ging, das Ziel war. Das Gehen selbst war der

eigentliche Grund des Gehens, nicht das Ankommen irgendwo. Ja, ganz genau so malt

Holger Barghorn seine Bilder, und genau so können wir durch sie hindurch gehen.

 

Holgers Lieblingswort ist ein Verb, das ich bislang noch nicht kannte: „einflecken“. Und

er meint damit den Beginn eines Arbeitsprozesses an einem Bild. Es wird Mischwasser auf

Papier oder Leinwand geschüttet, manchmal Kaffee, und es geht los. Holger entdeckt in

dem Fleck eine Figur, er bestätigt sie, indem er z.B. ihre Umrisse herausarbeitet.

Holger reagiert jetzt eigentlich nur auf das, was ganz eigentlich schon da ist. „Bestätigen“

nennt er das. „Bestätigen“ und „reagieren“ sind weitere Lieblingswörter. Figuren erken-

nen, bestätigen, trennen. Das klingt mehr nach Zufall als es Zufall ist, denn Holger

Barghorn ist ein durchaus technischer Arbeiter: Die erkannte Figur muss durch Kontrast-

setzungen kenntlich gemacht werden, „es muss dem Bild“, so formuliert es Holger,

„gegeben werden, was ihm gut tut.“ Aber was tut ihm gut? Alles, was nötig ist, seine

Geschichte zu erzählen. Und es werden überall Geschichten erzählt, die zu verstehen,

manche mitunter kuriosen Bildtitel helfen. „Der verrückte Bootsmann“, heißt eines. Oder:

„Der Baum mit den begehrten Früchten“, oder: „Die Pflanzenerschreckerin“. Sie sehen,

da wird erzählt. Ein Bild heißt: „Vorsichtiges Fuchstier“, ein anderes: „Waldbrandläufer“,

und wieder ein anderes:„Verdammtes Boot“, oder: „Der schüchterne Zauberlehrling“,

oder: „Wahrsagerspiel“, oder: „Teufelsspiel“, da werden die Engel von den Teufeln

weggebowlt. Dann heißt eines: „Regentanz der Teufelsblüten“, oder: „Der Narr mit der

Geige und das vogelige Tier des Königs“, da wächst aus dem Vogel ein Stierkopf. Wieder

ein anderes heißt: „Das fabelhafte Tier und die zügelnde Dame“. Lauter phantastische

Geschichten.

 

Gehen Sie, meine Damen und Herren, durch diese Ausstellung wie durch einen Zauber-

wald, wie durch eine Märchenwelt, wie durch ein Geschichtenbuch...

 

(Dr. Norbert Hilbig / Hildesheim)

 

 

 

 

 

 

HILDESHEIMER ALLGEMEINE ZEITUNG | 23.05.2012

> Ausstellung "Belebendig" / Galerie im Stammelbachspeicher Hildesheim

 

  

 

 >>> Link zum lustigen Ideen-Vogel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Sie sich für meine Arbeiten interessieren, dann können Sie mich gerne in meinem Atelier besuchen

(Termin nach Absprache).

 

Holger Barghorn

Abstrakte u. Figurative Malerei - Originalgemälde, Handzeichnungen... - Bilder u. Extras, wie kostenlose 

Malvorlagen, Digitalbilder zum Runterladen ... direkt vom Freischaffenden Künstler aus Wrisbergholzen 

(Landkreis Hildesheim / Nähe Hannover, Alfeld, Lamspringe, Bad Salzdetfurth / Niedersachsen / Deutschland).

Moderne/Zeitgenössische Kunst zum Stöbern und Entdecken, Unikate online zu kaufen.

Top | mail@holger-barghorn.de
google7ec3f85014b7b568.html